Meine Arbeit in der CIDCA
CIDCA UCA ist die Abkürzung für
„Centro de investigacion y el desarrollo de la Costa Atlantica“
Was soviel bedeutet, wie “Forschungs- und Entwicklungszentrum der Atlantikküste“ Weiters ist CIDCA eine Forschungseinrichtung der UCA (Universidad de Centro America)
Insgesamt hat die CIDCA drei Zweigstellen. Ein Büro in Bilwi (Puerto Cabezas), eines in Bluefields und ein Koordinationsbüro in Managua.
Die Hauptaufgaben, besonders in Puerto Carbezas sind das Schaffen eines Bildungsangebotes durch Ausbildungskurse am PC generell und in den wichtigsten MS Office Programmen. Weiters wird durch den öffentlichen Zugang zu elektronischen Datenverarbeitungshilfsmitteln eine Plattform geboten.
Diese wird vor allem von Schülern, Studenten aber auch besonders von strebsamen Personen, welche sich für die Rechte (generelle Gesetze, Besitzstreitigkeiten, Unterdrückungs- bzw. Gesetzesverletzungen und Missstände) einsetzen genutzt.
Diese Personen gehören meist privaten Organisationen bzw. Bürgerinitiativen bzw. ethnischen Initiativen an oder sind gar private Einzelpersonen welche Missstände für ihre ethnische Gruppe durch Berichte für Zeitungen, Ämter usw. verbessern wollen.
Diese Personen leben selbst in den einzelnen Comunidades (~Bezirke innerhalb der RAAN ~ Provinz/Bundesland).
Diese Dörfer sind meist von der Zivilisation abgeschnitten und verfügen meist auch nicht über elektrische Energie
Diese Personen müssen nach Puerto Cabezas anreisen und ihre Notizen, Listen, zusammengetragenen Informationen und Amtseinsichten mit den elektronischen Hilfsmitteln der CIDCA aufarbeiten zu können. Dies ist notwendig um seriöse Unterlagen zu erhalten
Zum Verständnis sei erwähnt, dass hier in Puerto Cabezas, aber besonders in
den einzelnen
Comunidades unzählige verschiedene ethnische Urvölker und Gruppen leben.
Weiters haben diese
Gruppen ihre eigene Urindianersprache.
Welche je nach den Gruppen ähnlich bis sogar total unterschiedlich sind.
Zwei- bzw. Dreisprachigkeit (Spanisch, Miskito, Sumo) ist vor allem rund um Puerto Cabezas allgemein verbreitet.
Jedoch wird in den abgeschiedenen Dörfern meist nur die eigene Ursprache gesprochen. Sozusagen sprechen diese Volksgruppen die nationale Amtssprache, Spanisch nicht. Dass dieser Umstand zwangsläufig zu Problem führt liegt auf der Hand. Diese Personen finden hier in der CIDCA ein Sprachrohr und eine Anlaufstelle für Hilfeleistungen. Nochdazu bildet die ethnische Gruppe der Miskitos die Mehrheit, was sich dann auch personell in den politischen Ämtern niederschlägt. Dadurch sind gleich mehrere Minderheiten geschaffen. Probleme vorallem in der Gleichberechtigung und in der Einhaltung von Gesetzen sind die logische Folge.
Wobei erwehnt werden muss, dass das Zusammenleben dieser Gruppen untereinander im Allgemeinen sehr gut funktioniert. Besonders hier in Puerto Cabezas aber auch in den Comunidades.
Weiters betreibt die CIDCA eine umfangreiche Bibliothek.
Darin sind Nachschlagewerke in mehrern Sprachen, jegliche Litheratur, Sachbücher aber auch alte Schriftstücke in den jeweiligen Ursprachen enthalten.
Sehr viele Studenten und Schüler aber auch eben ethnische Vertreter besuchen diese Bibliothek um Unterlagen und Information für ihre Arbeit zu bekommen.
Als ich mit meiner Arbeit hier begonnen hatte, war nur einer von vier PC in der Informatikabteilung funktionstüchtig.
Ein weiterer PC in der Administrationsabteilung hatte auch wie die anderen PC´s schwerwiegende Defekte. Defekte -Prozessoren, -Motherboards, -Arbeitsspeicher, -Grafikkarten, -Festplatten, -Laufwerke waren die Hauptursachen für die Funktionsuntauglichkeit der PC´s.
Damit war meine Hauptaufgabe bisher das Reparieren und warten von Computern. Da leider gerade diese defekten Komponenten sehr teuer sind und alle mitgebrachten Komponenten nicht mit jedem PC kompatibel sind, musste ich aus einem Arsenal von PC-Schrott funktionstüchtige PC´s zusammenstellen. (Kompromisse)
Anfang Feber beginnen die Kurse bei welchen ich schon mitunterrichten darf.
Deshalb ist es auch wichtig, dass wieder genügend PC´s funktionstüchtig sind.
